{"id":26,"date":"2016-01-19T23:13:03","date_gmt":"2016-01-19T21:13:03","guid":{"rendered":"http:\/\/plattenwerfen-lohnsburg.com\/?page_id=26"},"modified":"2016-01-22T11:31:17","modified_gmt":"2016-01-22T09:31:17","slug":"chronic","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/plattenwerfen-lohnsburg.com\/?page_id=26","title":{"rendered":"Chronik"},"content":{"rendered":"<p>Eine alte \u00dcberlieferung sagt uns, dass schon in der Steinzeit geplattlt wurde. Ausgef\u00fchrt wurde damals die heutige Sportart mit Steinplatten und nat\u00fcrlich als Unterhaltungsspiel so wie alle heutzutage anerkannten Sportarten. Nicht so wie einige Sportfunktion\u00e4re heute glauben, das nur das Plattln einmal von Brauchtum heraus entstanden ist. Fast alle jetzt anerkannten Sportarten sind aus dem Brauchtum hervorgegangen. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde \u00fcberwiegend im oberen und unteren Innviertel sowie im Hausruckviertel, ja man kann sagen, im ganzen ober\u00f6sterreichischen Raum mit dem Plattln als Unterhaltungssport begonnen.<\/p>\n<p>Dies aber besonders an arbeitsfreien Nachmittagen, an den sogenannten abgeschafften Bauernfeiertagen, welche in der Landbev\u00f6lkerung \u00fcberlich waren. Dieses Hobby wiederum wurde von der Knechtschaft, dem Gesinde, wie sie im Volksmund genannt wurden, ausge\u00fcbt. Denn dies war damals die fast einzige Sportunterhaltung in der l\u00e4ndlichen Gegend.<\/p>\n<p>Als Sportger\u00e4te dienten vor allem ausgediente alte Hufeisen, die es ja zur gen\u00fcge gab, denn Pferde als Arbeitstiere waren bei den Bauern zur gen\u00fcge vorhanden. Es wurden auch vereinzelt dreieckige Eisenplatten als Wurfger\u00e4t verwendet. Es ging auch vor allem um des Geldes wegen, denn es durften diese Sportger\u00e4te nichts oder zumindest nicht viel kosten, denn Sparen stand schon damals an erster Stelle. Die Z\u00e4hlerweise war 6 &#8211; 9 und aus. Was damals so wie heute nocht heisst oder hiess zahlen.<\/p>\n<p>Diese Z\u00e4hlerweise wird auch heute noch \u00fcberwiegend beim Training angewendet. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Plattensport wieder allm\u00e4hlich aus dem Dornr\u00f6schenschlaf neu erweckt. Gegen Ende der 50iger Jahre wurden dann auch schon vereinzelt kleine Tuniere veranstaltet, welcht freundschaftlichen Charakter hatten.<\/p>\n<p>Diese Freundschaftstuniere fanden auch immer mehr Anklang. Geworfen wurde damals nicht in der heutigen Form, sondern \u00fcberwiegend in alten Fahrradreifen. Diese wurden in sechs verschiedenen L\u00e4ngen verlegt. Der erste vom Abwurf auf 11, 12 1\/5, 14, 15, 16 1\/5 und 17 Meter. Als Wurfziel wurde die sogenannte Taube in die Mitte jedes Reifens gelegt.<\/p>\n<p>Zwei Mannschaften zu je 4 Mann warfen abwechselnd gegeneinander, in Form einer Punktez\u00e4hlung. Dieses Tunier wurde in zwei aufeinanderfolgenden Durchg\u00e4ngen ausgetragen. Die Z\u00e4hlweise war 3 Punkte wenn die Taube getroffen wurde und 2 Punkte in den Reifen. Diese gewonnen Punkte wurden von allen zwei Durchg\u00e4ngen zusammengez\u00e4hlt und zur Ermittlung der Plazierungen herangezogen. Die Mannschaft wurde vom eigenen Verein so wie heute aufgestellt und nominiert. Es gab nat\u00fcrlich keinen Reservemann, auf den im heutigen Sportbetrieb so sehr wert gelegt wird.<\/p>\n<p>Es wurde auch ohne langem f\u00fcr und wieder gegeneinander geworfen. Damals gab es schon das Einzelzielwerfen nat\u00fcrlich in einer anderen Form als heute. So wurden f\u00fcr diesen Zweck Eisenstangen in den Erdboden eingeschlagen auf welche dann numerierte Eisenplatten mit einem Durchmesser von ca. 7 cm aufgeh\u00e4ngt wurden. Diese aufgeh\u00e4ngten numerierten Platten mu\u00dften getroffen werden, wodurch sie dann zu Boden fielen. Diese Numerierungen, welche 1 bis 5 numeriert waren, wurden zusammengez\u00e4hlt und ergaben so die Platzierung f\u00fcr das Zielwerfen. Der Abstand zu den Tafeln betrug 6 Meter. Das Nenngeld im Mannschaftsbewerb war mit 20 Schilling pro Mannschaft festgelegt. Als Preise wurden kleine Pokale vergeben und dies an die H\u00e4lfte der beteiligten Mannschaft.<\/p>\n<p>Die sogenannte Moarschaftsbeteiligung lag bei 15 bis 17 Moarschaften pro Tunier. Der Tunierbeginn war um ca. 14 Uhr. Ab 1958 wurden die Mannschaften und nat\u00fcrlich auch die Vereine sowie die Veranstaltungen immer mehr.<\/p>\n<p>Anfangs der 60iger wurde bei einigen Veranstaltungen schon allm\u00e4hlich auf eine jetzt \u00e4hnlich Form im Mannschaftsbewerb umgestiegen. So wurde von unserm \u00e4ltesten Verein Geretsberg, fr\u00fcher &#8222;Scharfes Eck&#8220; genannt, schon Tuniere veranstaltet, welche olympischen Charakter hatten. So wurden Wurffelder gemacht, \u00e4hnlich wie beim Asphaltschie\u00dfen mit 5 x 2 Meter, 50 cm vom Wurfziel vom Feld vorne hereingemessen wurde ein Pflock in den Boden eingeschlagen der mit dem Erdboden gleich war und auf diesem dann die Taube gelegt wurde. Die Mannschaftst\u00e4rke war 4 gegen 4, es wurde aber auch der Versuch gemacht, 8 gegen 8 zu werfen. Letzteres wurde nur einmal gestartet, dann gleich wieder fallen gelassen.<\/p>\n<p>Bei diesen organisierten Veranstaltungen in Geretsberg &#8222;Scharfes Eck&#8220; waren auch viele Mannschaften aus Salzburg vertreten. Die vom Innviertel vertretenen Mannschaften waren Geretsberg, das sogenannte &#8222;Schafte Eck&#8220;, Fuking, Haigermoos, Ostermiething, Tartsdorf, Haid, Schwand, Haselbach und M\u00fchlheim. Auch im benachbarten Bayern fanden damals pro Jahr an die 10 bis 15 Tuniere statt. Um auch von Bayern einige Vereine aufzuz\u00e4hlen waren dies: Kolbermoos, Bad Bruck, \u00dcbersee, Schnaitsee, Taufkirchen bei M\u00fcnchen, Traunstein und Rosenheim. Als Sieger bei diesen bayerisch-\u00f6sterreichischen Turnieren ginigen damals schon die Innviertler als Sieger hervor, denn die z\u00e4hlten damals schon zu den st\u00e4rksten Mannschaften der Gegend. Gegen Mitte der 60iger Jahre wurden die Beteiligungen bei den Turnieren immer st\u00e4rker, denn immer mehr Vereine und Moarschaften kamen dazu. Aber nicht nur die Moarschaften sonder auch die Wurfger\u00e4te nahmen immer gr\u00f6ssere Dimensionen und Formen an.<\/p>\n<p>So wurden vereinzelt Wurfger\u00e4te mit 30 oder mehr cm Durchmessern verwendet. Einige glaubten, noch gr\u00f6ssere und verformtere Wurfgegenst\u00e4nde basteln zu m\u00fcssen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine alte \u00dcberlieferung sagt uns, dass schon in der Steinzeit geplattlt wurde. Ausgef\u00fchrt wurde damals die heutige Sportart mit Steinplatten und nat\u00fcrlich als Unterhaltungsspiel so wie alle heutzutage anerkannten Sportarten. 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